Geschichte des Aikido

ueshibaAikido wurde im Laufe der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Japan von dem Meister Morihei Ueshiba (1883-1969) begründet.

O Sensei („Großer Lehrer“) Ueshiba hatte von Kindesbeinen an mehrere klassische Kampfkunstschulen kennen gelernt und war als Soldat in den japanisch-russischen Krieg gezogen. Dann gelangte er zu der Überzeugung, dass das eigentliche Ziel der Kampfkünste nicht ist, Krieg zu führen und andere Völker zu vernichten. Vielmehr geht es darum, den Frieden zu wahren, Konflikt zu meiden und das Leben zu schützen.

Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelte O Sensei eine Kampfkunst, die es erlaubt, das Leben des Gegners zu schonen. O Sensei erkannte, dass es möglich ist, seinen Gegner effektiv zu kontrollieren, ohne ihn zu verletzen. Dementsprechend veränderte er die Techniken der klassischen Kampfkunstschulen

Doshu01Hieraus entwickelte O Sensei schließlich „Aikido“. Dieses gab er seinem Sohn Kishomaru Ueshiba und vielen anderen Schülern weiter. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte verbreitete sich das Aikido auf der ganzen Welt.

CTissier01Die Verbreitung in Europa ist zu einem wesentlichen Teil einem großen französischen Lehrer, Christian Tissier, zu verdanken. Er war mehrere Jahre in Japan und trainierte dort im Hombu Dojo („Aikido Headquarter“). Anschließend kehrte er nach Europa zurück und bildete eine Vielzahl heutiger Lehrer aus.